



Ein Jahr nach seiner Gründung hat das Zentrum für praktische Kulturwissenschaften (ZPK) am 3. Dezember 2025 seine Arbeit vorgestellt. Das Event „Das ZPK stellt sich vor“ im Kulturzentrum Hansa48 bot einerseits eine Plattform, die Teilprojekte des ZPK zu präsentieren und andererseits das Verhältnis von Macht und Wissen(schaft) zu reflektieren.
Die Veranstaltung ermöglichte, zu diskutieren, wie die Vorhaben des ZPK kulturelle Praxis als Wissen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Universität stärken und unterstützen können. Dafür richtete das Team partizipative Stationen zu den vier Teilprojekten Summer School, Culturitical, Verlernen und re:articulate ein, an denen die anwesenden Gäst*innen direkt mit den ZPK-Mitgliedern ins Gespräch kamen und ihre Ideen einbrachten.
Zum Abschluss der Veranstaltung thematisierte Aktivist, Künstler und Wissenschaftler Steve Nwaogu in seiner Performance wie Wissen und Wissenschaft durch Machtverhältnisse strukturiert werden. Steve Nwaogu ist unter anderem Teil der Silent University – einem Bündnis, das die Arbeit und Position geflüchteter und migrantisierter Wissenschaftler*innen in Hamburg sichtbar macht und stärkt. Er reflektierte im Dialog mit den Gäst*innen, was es bedeutet, Wissen zu produzieren, wenn die Mehrheitsgesellschaft und staatliche Institutionen den Wert des eigenen Wissens absprechen und welche Räume und solidarischen Netzwerke nötig sind, um ein machtkritisches „Wissen aller“ auf- und auszubauen.
Im Anschluss folgte ein „Culturitical Talk“ mit Juliana Gleeson zu ihrem neuen Buch „Hermaphrodite Logic: A History of Intersex Liberation“ (2025).
Fotos: Jen Sicka